Historische Dokumente
Das Museum Bad Münder besitzt einen umfangreichen Bestand an Archivalien aus mehreren Jahrhunderten.
Um seinen Inhalt der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, werden die Urkunden bzw. Akten mit kurzer Inhaltsangabe hier vorgestellt.
Die Seite wird ständig erweitert.
In begründeten Fällen können für Forschungszwecke weitere Informationen zur Verfügung gestellt werden.
Ansprechpartner ist Herr Dr. Kai Witthinrich.
Bad Münder
Brun Spenthoff, Marschalk der Stadt Lübeck, verkauft alle seine Güter im Land Braunschweig, zu Münder und im Gericht zu Lauenau belegen, an Reyneke Schlüter, Bürgermeister zu Münder. Besiegelt vom Bürgermeister und den Ratmannen zu Lübeck. (Inv.-Nr. 1452, Pergament 35,5 x 25 cm, anhängendes Siegel) | 1536 |
Freilassungsbrief des Knappen Jost Holtgreve für Ariana Hinssen, Tochter des verstorbenen Münderaner Bürgers Lüdeke Büsing. (Text wie Nr. 1448) (Inv.-Nr. 1449, Pergament 31 x 12 cm, anhängendes Siegel) | 1548 |
Freilassungsbrief des Knappen Jost Holtgreve für Metken Schaper, Tochter des verstorbenen Münderaner Bürgers Lüdeke Büsing. - Die Freilassung erfolgt gegen Zahlung einer "nhamhaftigen Summa Gulden" durch Metkes Brüder Conrad Büsing, Amtmann in Neustadt, und Hans Büsing. (Inv.-Nr. 1448, Pergament 31 x 12 cm, anhängendes Siegel) | 1548 |
Belege und Quittungen über das Mast-Schweine-Hirten-Lohn-Register | 1731 | |
Diverse Schreiben und Belege zur Fischbecker Salz-Kothe in Münder. | 1776 | 1777 |
Quittungsbuch über die Zahlung von Magazin-Korn-Geld (jährlich 32 Taler 6 Mariengroschen Kassenmünze) durch die Vorstadt Münder nach Hameln. | 1789 | 1811 |
Das Domkapitel zu Minden verleiht dem Kleriker Heinrich Boënhagen (Bodenhagen?) das vakant gewordene Benefiz am Altar der Jungfrau Maria in der St. Laurentius-Kapelle vor Münder. – Der Empfänger wurde von dem Hildesheimer Bürger Heinrich Hanen ordnungsgemäß dem Archidiakon von Ohsen präsentiert. Da das Archidiakonat aber z.Z. vakant ist, veranlasst das Domkapitel die Investitur. (Inv.-Nr. 1454, Pergament 30 x 28 cm, Siegel fehlt) | 26.12.1571 |
Pachtangelegenheiten des Conductors Billeb betr. das Graevemeyersche Gut in Münder, enthält: 1812, 18. Februar : Schreiben des Verwalters Kehrer an Conductor Billeb mit Übersendung einer Obligation über 300 Reichtaler in Gold. 1813, April/Mai , Hannover : Antrag und Entscheidung bzgl. Terminverlegung im Gerichtsverfahren des Lieutenants Georg Friedrich von Graevemeyer zu Hannover und des Friedensrichters Friedrich Leo von Graevemeyer zu Grohnde gegen den Conductor Johann Anton Fr. Billeb zu Hamelspringe wegen rückständiger Pachtgelder und Aufhebung des Pachtcontracts. | 1812 | 1813 |
Ehrenmeisterbrief der Handwerkskammer Hannover für den Münderaner Tischler Friedrich Schmidt, geb. 26.11.1836, zum 50jährigen Meisterjubiläum. (Inv.-Nr. 5541) | 29.07.1915 | |
Ehrenmeisterbrief der Handwerkskammer Hannover für den Münderaner Uhrmacher Georg Wehrhahn, geb. 28.8.1860, zum 50jährigen Meisterjubiläum. (Karton 42 x 60 cm, Mehrfarbdruck von J.C. König & Ebhardt) | 28.08.1932 |
Diverse militärische Urkunden für Major Georg Hotzen (alle mit Papiersiegel): 1805, 30.9. Ernennung durch König Georg III. von England zum "Ensign" (= Fähnrich) bei der Depot-Company der Königlich Deutschen Legion 1806, 01.07. Ernennung durch König Georg III. von England zum Leutnant beim 8. Linien-Bataillon der Königlich Deutschen Legion 1809, 29.08. Ernennung durch König Georg III. von England zum Adjutanten beim 8. Linien-Bataillon der Königlich Deutschen Legion 1815, 21.03. Ernennung durch den Prinzregenten Georg zum Capitain bei der Königlich Deutschen Legion. 1815, 23.06. Bestätigung der Ernennung zum Capitain durch König Georg III. von England. 1838, 16.01. Ernennung durch König Ernst August von Hannover zum Major. 1842, 18.11. Erteilung des "Characters von Oberst-Lieutenant ohne Datum der Anciennetät" durch König Ernst August von Hannover. 1842, 18.11. Entlassung aus dem Militärdienst. | 1805 | 1842 |
Varia
| Vergleich zwischen Christoph, Dietrich und Jobst Gebrüdern von Landesberg. – Die drei Brüder vergleichen sich unter Vermittlung Joachims von Staffhorn, des bückeburgischen Drosten Tönnies von Zersen und des schaumburgischen Kanzlers Anton Wietersheim über verschiedene Streitpunkte, die trotz früherer Verträge (vom 31.10.1561, Ostern 1570, 30.10.1571 und 29.12.1580) noch bestehen, und beziehen dabei auch ihre Ehefrauen und Schwestern mit ein. In 16 Punkten werden u.a. geregelt: Zuteilung der Höfe Wormstal, Stadthagen und Wunstorf mit Wertausgleich; Verteilung der Einkünfte; Schuldenabtrag; Außenvertretung; Vergabe der Lehen; Aussteuer der beiden Schwestern Anna und Engel; Schiedsklausel (Ort. Stadthagen). - Siegel und eigenhändige Unterschriften von Christoff von Landesbergk, Diederich von Landespergk, Joist von Landesbergk, Thönnies von Zerssen, Joachim von Staffhorst, Antonius Witersheim. (Inv.-Nr. 4901) | 06.06.1581 |
| Heiratsvertrag zwischen Herrn Eberhardt von Bothmer und der Jungfrau Fredeke, Tochter des verstorbenen Christopher von Landesbergen (Bothmer b. Soltau). – Die Braut erhält aus dem Vermögen ihrer verstorbenen Eltern als Ehegeld und Brautschatz "drei tausendt gutte Reichsthaler, dazu Kleider und Kleinodien" gemäß ihrem adeligen Stand und verzichtet im Gegenzuge auf alle weiteren Ansprüche an ihr elterliches Erbe. Eberhardt von Bothmer verspricht "seiner künftigen herzlieben hausfrauwen" eine eheliche Leibzucht und freie bequeme Wohnung zu Verden und zum Kauf des nötigen Feuerholzes jährlich 12 Reichstaler, mit Zustimmung seiner Brüder und Agnaten. Die Morgengabe beträgt 40 Reichstaler, die Leibzucht nach Eberhardts Tode 300 Taler jährlich auf Lebenszeit. - Weitere Klauseln. Die Urkunde ist eigenhändig unterzeichnet und gesiegelt durch Conrad von Bothmer, Abt des Klosters St. Michael in Lüneburg (+ 1617) (Siegel fehlt), Eberhardt von Bothmer, Friedrich von Bothmer, Drost auf Ahlden, Otto von Bothmer, Drost zu "Borchtorff", Johann von Bothmer, Ottrabe von Landesbergen (Siegel fehlt), Statz von Münchhausen, Drost zu Vrohne, Ludolff von Münchhausen, Wulff von Zerssen (Siegel fehlt), Doctor Anton Wietersheim, gräflich schaumburgischer Kanzler (Inv.-Nr. 6669) | 10.07.1603 |
| Heiratsvertrag zwischen Herrn Johann von der Licht und der Jungfrau Dorothea, Tochter des verstorbenen Christopher von Landesbergen (Verden). - Die Braut erhält aus dem Vermögen ihrer verstorbenen Eltern als Ehegeld und Brautschatz "zwey tausentt gute reichsthaler, dazu Kleider und Kleinodien" gemäß ihrem adeligen Stand und verzichtet im Gegenzuge auf alle weiteren Ansprüche an ihr elterliches Erbe. Johann von der Licht verspricht "seiner künftigen hertzlieben hausfrauwen" eine eheliche Leibzucht, freie bequeme Wohnung zu Verden und zum Kauf des nötigen Feuerholzes jährlich 10 Reichtaler und stellt alles mit Zustimmung seines Vaters und seiner Brüder an seinem Erbe, Lehen und Gütern sicher. Für den Fall seines Ablebens erhält die Witwe 200 Taler jährlich auf Lebenszeit, außerdem eine Morgengabe von 30 Reichstalern. Verschiedene Klauseln regeln Vermögensfragen beim Tod der Eheleute ohne legitime Nachkommen. Die Urkunde ist eigenhändig unterzeichnet und gesiegelt durch Johann von der Licht, Gotthard von der Licht, Domdechant zu Verden (Vater des Bräutigams), Dietrich von der Licht und Melchior von der Licht (Brüder resp. Vettern des Bräutigams), Othrave von Landesbergen (Bruder der Braut), Eberhardt von Bothmer, Domherr zu Verden, Gerlach von Kerssenbroich, Gräfl. Schaumburg. Rat. (Inv.-Nr. 3000, Pergament 46 x 46 cm, 7 anhängende Siegel) | 10.06.1610 |
| Heinrich von der Capella, fürstlich Münsterscher Richter der Stadt Borken, beurkundet auf Antrag des Herrn Johann Anton Treuter und aufgrund von Zeugenaussagen die freie und bürgerliche Geburt des verstorbenen Amtsvogts Friedrich Raue und dessen ebenfalls verstorbener Gemahlin Anna Meyer aus Gemen. (Inv.-Nr. 1420, Pergament 32 x 19 cm, Siegel zur Hälfte noch vorhanden) [Johann Anton Treuter erwarb später ein Haus in Münder, vgl. HStA Hannover Cal. Br. B Nr. 1373] | 23.06.1657 |
| Erneuerung der Belehnung von Ida Theodora Wilhelmine von Hamshausen mit dem Hof Wiedenfeldt (Bessenhof ?) anlässlich des Regierungsantritts König Friedrich Wilhelms I. von Preussen (Kleve). (Inv.-Nr. 1427, Pergament 40 x 30 cm, Siegel fehlt, offenbar abgeschnitten) - Die Empfängerin war bereits am 11.5.1694 durch König Friedrich I. über Johann Geselschap (als Lehnträger) mit dem Gut belehnt worden. Die neuerliche Belehnung erfolgt über den Hofgerichtsprokurator Johann zum Berge und in Gegenwart der Räte Johann von Motzfeldt und Gottfried Wilhelm von Raab. | 20.11.1713 |
| Entlassung der herzoglichen Untertanin Dorothea Schildt aus der Leibeigenschaft zwecks ihrer Verheiratung in die Zibühlschen Güter [Landkreis Güstrow] des Landrats von Mecklenburg, in "Erwartung einer geneigten Wilfahrung" in künftigen ähnlichen Fällen (Warin/Mecklenburg). (Inv.-Nr. 4650 - mit aufgedrücktem Siegel) | 25.06.1774 |
| Abschiedsbrief für den 33jährigen , aus Sachsenhagen gebürtigen Schmiedemeister Johann Friederich Wedekind (?) nach einer Dienstzeit von 2 Jahren und 7 Monaten beim Königl. Churfürstl. Artillerie-Train, Compagnie des Capitain Hustedt (Kloster Mariensee). (33 x 19 cm, aufgedrücktes Siegel) | 08.11.1795 |
| Das "Waterloo-Subscription-Comitee" setzt Mrs. Gesina Adams als Witwe eines bei Waterloo gefallenen Angehörigen des 8. Line Batt. der Kings-German-Legion ein Jahrgeld von £ 60 zur Finanzierung einer Rente aus. (Brief mit Poststempel: 7 o`Clock Night - TWO PENNY P.PAID - JA + 22 1816) - Das Dokument ist vermutlich durch den in der gleichen Einheit dienenden Georg Hotzen nach Münder gekommen. | 17.01.1816 |
Umliegende Region
| Wulfhart Spenthoff und seine Gemahlin Ilsebe verkaufen Ländereien bei Bakede für 16 Gulden an Heinrich Cortheslippe, den Stifter des St. Annen-Lehens (Inv.-Nr. 1453, Pergament 25 x 13 cm, anhängendes Siegel) enthält eingebundene Urkunde von 1474 (?): Wulfhart Spenthoff und seine Gemahlin Margarete überlassen Heinrich Cortheslippe für weitere 5 Gulden bestimmte Einkünfte. (Pergament 17 x 5,5 cm, anhängendes Siegel) | 1473 (?) |
| Extract aus dem Deister-Forstbereitungs-Protokoll von 1747 / Extract aus dem Forstcommissions-Protokoll vom 6.7.1754 (Die Berechtigungen der 10 Interessenten-Gemeinden am Vorder-Deister (Inv.-Nr. 1996) | 1747 | 1754 |
| Abt Georg und Konvent von Loccum belehnen Johann Ernst Büsing als ältesten seiner Familie mit zwei Höfen zu Bakede, "derer jetzo Kaatze der Freymeyer, vormahls Hans Buddensieck einen, und den anderen Pfingsten vormahls Hans Wehrhane beartiget, und jährlichs davon zwey Fuder allerley Korn geben, sammt denen davon fälligen Hünern und Eyern, mit aller Zubehörung". (Inv.-Nr. 1425, Pergament 50 x 36 cm gefaltet, Siegel fehlt) | 14.08.1765 | |
Extract aus dem Vermessungs-Register der dem Mönchehof zu Hamelspringe und dem Stift Loccum beigelegten Zehntflur aus den Dörfern Egestorf, Bakede, Hamelspringe und Böbber; Vermessung erfolgte durch Christian Joachim Engelke, Stiftseinnehmer zu Wunstorf (mit den Namen der Grundstücksinhaber) | 1797 | 1798 |
Mitteilungen des Stifts-Advokaten Harrius von Loccum an den Klostergutspächter von Hamelspringe, dass die Zehntpflichtigen von Böbber bzw. Hamelspringe gem. Art. 18 des Königl. Dekrets v. 18.8.1809 die Ablösung ihrer Zehntpflicht beantragt hätten. (zugleich Anfrage nach dem Umfang dieser Abgaben) | 1812 | |
| Übernahme der Pacht des Klostergutes Hamelspringe durch Conrad Rehren und spätere Dokumente, darunter: Pfarramtliches Zeugnis des Pastors Beer aus Bakede für Ernst Friedrich Rehren (geb. 1809), Verzeichnis des aus dem Amt Lauenau und der Stadt Münder zu erhebenden Haus- & Hofzinses vom Jahre 1837, Aufstellung der Naturallieferungen aus den Dörfern ans Klostergut 1837 u.a. | 1817 | 1862 |
Amt Lauenau: Extract aus dem Vermessungs-Register der Dorfschaft Bakede, betr. den Besitz des Vollmeiers Heinrich Katz Nr. 13. | 28.02.1825 | |
Grundsteuer-Mutterrolle für die Ortschaft Flegessen und Colonie Süntel | 1826 | |
Verfügungen des Königl. Klosteramts Barsinghausen für das Dorf Nienstedt (enthält: Brandcassen-Verordnung 1828 / Armenwesen-Verordnung 1828 / Einräumen in den Forsten und Gemeinheit 1828 / Hebammen-Verordnung 1829 / Vergleich mit dem Schäfer Johann Busse 1829 / Visitationen der Forstbediente wegen Holzentwendung 1829 / Flachs-Röthegruben-Verordnung 1829 / Bauwerker-Verordnung 1830 / Kartenspiel-Verordnung 1831 / Einquartierung und Fourage-Lieferung 1831 / Neubau und Reparaturen der Gebäude 1833 / Verbot der Ziegenweide in der Klosterforst 1833 / Viehzählung wegen Zehntablösung 1833 / Schornsteinfeger-Verordnung 1833 / Polizey-Vorschriften wegen der nächtlichen Ruhe 1834 / Aufnahme von Fremden in die Gemeinde 1834 / Regulierung der Hude und Weidegerechtigkeit 1835) | 1828 | 1835 |
Kreisausschuß des Kreises Springe: Erlaubnis für den Haussohn Hermann Hoppe in Bakede, im Wohnhause Nr. 34 in Bakede eine Gastwirtschaft zu betreiben. | 10.02.1915 | |
Viehkataster der Gemeinde Flegessen | 01.12.1919 |